Lehrveranstaltungen

Das fmg bietet auch im Sommersemester 2026 wieder Lehrveranstaltungen zum Themenfeld "Musik und Gender" an, die sich an verschiedene Zielgruppen richten. Anmeldungen sind über das lms möglich. Weitere Informationen finden Sie auch im Vorlesungsverzeichnis.

Sommersemester 2026

Jun.-Prof. Dr. Maria Behrendt
Audiovisuelle Inszenierungen von Gender im Film
Blockveranstaltung (Präsenz) 

Dienstag, 12.05.2026, 16:15-17:45 Uhr
Dienstag, 26.05.2026, 16-18 Uhr
Dienstag, 16.06.2026, 14-16 Uhr
Donnerstag, 25.06.2026, 14-18 Uhr
eintägige Exkursion nach Marburg zwischen dem 18. und 20.6.2026

Seelhorststraße 3, Sophiensalon Forschungszentrum Musik und Gender, 3. OG

Die Inszenierung von Gender im Film zeigt sich auf vielen Ebenen: in der Handlung, in Bildern und im Ton – etwa durch Rollenverhalten, Körperdarstellungen, Stimmen oder Musik. Häufig greifen Filme dabei auf typische Motive, Anspielungen und Archetypen zurück, die in Bild und Sound zusammenwirken. Diese Elemente beeinflussen sich gegenseitig und können Geschlechterbilder sowohl festigen als auch hinterfragen. 
In diesem Seminar wird Gender zunächst als ästhetisches Konstrukt verstanden, das durch audiovisuelle Gestaltung entsteht. Zugleich wird betrachtet, wie Filme gesellschaftliche Vorstellungen prägen können – etwa indem sie Rollenbilder normalisieren, romantisieren oder bewusst umkehren. 
Im Zentrum steht das 20. Symposium der Kieler Gesellschaft für Filmmusikforschung, das vom 18.–20. Juni 2026 an der Philipps-Universität Marburg in Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Institut und dem Forschungszentrum Musik und Gender stattfindet. Der Besuch ist integraler Bestandteil des Seminars.
In zwei Vorbereitungssitzungen lernen die Studierenden Grundlagen der Filmmusikforschung mit Fokus auf Gender kennen. Themen sind u. a. traditionelle und nicht-normative Rollenbilder, Blick- und Hörkonzepte (z. B. male und female gaze) sowie Stimme und Identität im Film.
Anhand ausgewählter Filme werden unterschiedliche musikalische Genderkonzepte untersucht, z. B.:

  •     Performativität und Körperlichkeit (Tanz-, Musical- oder Musikfilm)
  •     Gender im Animations- und Kinderfilm
  •     Historische Darstellungen in Kostüm- oder Biopics
  •     Aktivistische Filmformen

Nach einer gemeinsamen Tagesexkursion zum Symposium werden die Ergebnisse diskutiert und mögliche weiterführende Forschungsfragen entwickelt.


Jun.-Prof. Dr. Maria Behrendt
Kolloquium Historische Musikwissenschaft
Kolloquium (Präsenz) 
dienstags, 18-19:30 Uhr
14.04.2026 bis 30.06.2026
Seelhorststraße 3, Sophiensalon Forschungszentrum Musik und Gender, 3. OG


Jun.-Prof. Dr. Maria Behrendt

Orchesterwerke von Komponistinnen der Romantik
Seminar (Präsenz) in Zusammenarbeit mit Dr. Viola Herbst
mittwochs, 14:15-15:45 Uhr
15.04.2026 bis 01.07.2026
Seelhorststraße 3, Raum 2.015

Orchesterwerke von Komponistinnen sind (immer noch) selten auf Konzertprogrammen zu finden. Das JPON (Junges Philharmonisches Orchester Niedersachsen) nimmt für das im Juni 2026 stattfindende Projekt nun gezielt Komponistinnen in den Fokus und setzt unter anderem Werke von Fanny Hensel, Clara Schumann und Emilie Mayer aufs Programm. Im Seminar widmen wir uns den Komponistinnen und beleuchten, unter welchen Voraussetzungen sie lebten, arbeiteten und ihre Kompositionen für Orchester auf den Weg brachten. Wir werden das Projekt des JPON begleiten und für das Konzert zusammen Texte für das Programmheft sowie Einführungsvorträge entwickeln und beisteuern.


Leonie F. Koch
“I am no longer a daughter - I throw the first punch” Metal & Gender
Seminar (Präsenz) in Zusammenarbeit mit Janica Dittmann
dienstags, 16:15-17:45 Uhr
14.04.2026 bis 30.06.2026 
Seelhorststraße 3, Raum 1.031


Felisa Mesuere
Musik und Machtmissbrauch
Seminar (Präsenz)
dienstags, 16:15-17:45 Uhr
14.04.2026 bis 30.06.2026
Leisewitzstraße, Raum E.015 (Seminarraum)

Die Lehrveranstaltung knüpft an den Aktionstag gegen Machtmissbrauch im November 2025 an. Zu Beginn soll ein "Code of conduct" für das Seminar gemeinsam erarbeitet werden. Auf dieser Grundlage werden Texte zu unterschiedlichen Schwerpunkten diskutiert: 1) Machtmissbrauch an (Musik)Hochschule, 2) Machtmissbrauch in der (Musik)Wissenschaft, 3) Machtmissbrauch in der Musikkultur/-industrie und 4) Machtmissbrauch in musikalischen Werken. Machtmissbrauch wird dabei stets auch in Zusammenhang mit geschlechtsbezogener Gewalt gedacht und reflektiert. Nicht zuletzt soll auch der Bezug zur künstlerischen Praxis gesucht werden. Die Studierende erhalten die Möglichkeit, Bedarfe in der eigenen künstlerisch-wissenschaftlichen Ausbildung zu reflektieren und eigene Projekte in diesem Zusammenhang anzustoßen.

 

Zuletzt bearbeitet: 13.03.2026

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