Karina Seefeldt

Gender in der Musikwissenschaft

Das Forschungsprojekt unternimmt eine historisch fundierte Situationsbeschreibung der Genderforschung in der deutschsprachigen historischen Musikwissenschaft und nähert sich dem Gegenstand mit drei Kernfragen:
1. Wie fällt eine aktuelle Bilanz über die musikwissenschaftliche Beschäftigung mit Gender-Themen aus? Sind diese fest im Fach Musikwissenschaft verankert?
2. Kann man angesichts der Zunahme an Publikationen zu Gender-Themen und der beginnenden Selbstreflexion des Forschungsbereichs Gender in der Musikwissenschaft sogar von einem „Feminist Turn“ sprechen?
3. Welche fachspezifischen Prägungen entfalten sich innerhalb der musikwissenschaftlichen Genderforschung?
Neben der Auswertung statistischer und anderer Daten zur faktischen Sachlage der Institutionengeschichte des Faches und seinen personellen Trägern beleuchtet eine historische Diskursanalyse die Bedingungen und Entwicklungen der Genderforschung innerhalb der deutschsprachigen historischen Musikwissenschaft.

Vita

seit 2016 Einstellung in den niedersächsischen Landesdienst als  Studienrätin am Hölty-Gymnasium Wunstorf

2015–2016 Einstellung in den niedersächsischen Landesdienst als Studienreferendarin des Lehramts an Gymnasien am Studienseminar Hameln

seit 2013 Dozentin für Chorleitung, Musikgeschichte und chorische Stimmbildung an der Landesmusikakademie Wolfenbüttel

2009–2012 Stipendiatin des Strukturierten Promotionsprogramms „Erinnerung – Wahrnehmung – Bedeutung. Musikwissenschaft als Geisteswissenschaft“

seit 2008 Aufbaustudiengang Promotion an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

12/2007 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien

10/2001–12/2007 Lehramtsstudiengang an der Hochschule für Musik, Theater und Medien sowie an der Leibniz Universität zu Hannover

seit 2002 Freiberufliche Chorleiterin

Publikationen

"Pussy Riot" Medialisierung von Wut oder Entgrenzungen des Zorns?, in: Rohe Beats, harte Sounds. Populäre Musik und Aggression, hg. von Florian Heesch und Barbara Hornberger, Hildesheim: Olms 2015 (Jahrbuch Musik und Gender 7), S. 55–66.

Programmhefthauptbeitrag für das internationale Werkstattfestival „1914–2014 Die wilden Jungen“ des Kölner Forum Neuer Musik, April 2014.

Konstruktivität von Musikgeschichtsschreibung. Zur Formation musikbezogenen Wissens, hg. v. Sandra Danielczyk, Christoph Dennerlein, Sylvia Freydank, Ina Knoth, Mathias Maschat, Lilli Mittner, Karina Seefeldt und Lisbeth Suhrcke, Hildesheim: Olms 2012.

Exponatbeschreibungen, in: verklingend und ewig. Tausend Jahre Musikgedächtnis 800–1800, hg. von Susanne Rode-Breymann und Sven Limbeck, Wolfenbüttel: Herzog August Bibliothek, 2011.

"Lebensbilder": Interdisziplinarität in der Frauen- und Geschlechterforschung? Eine Gegenlektüre, in: Gender Studies in der Musikwissenschaft Quo Vadis? Festschrift für Eva Rieger, hg. von Annette Kreutziger-Herr, Nina Noeske, Susanne Rode-Breymann und Melanie Unseld, Hildesheim: Olms 2010 ( Jahrbuch Musik und Gender 3), S. 131–136.

Artikel Gianna Nannini, Herta Blaukopf, Gay & Lesbian Studies, Queer Studies, Transsexualität, in: Lexikon Musik und Gender, hg. von Annette Kreutziger-Herr und Melanie Unseld, Kassel: Bärenreiter/Metzler 2010.

Porträt über Agnes Hundoegger für FemBio Frauenbiographie-forschung e.V., http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog, 2008.

 

Zuletzt bearbeitet: 05.01.2017

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