PD Dr. Sabine Meine

war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

seit 2014 Professorin am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn

E-Mail: PD Dr. Sabine Meine

Website des Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn

Aktuelle Forschungsprojekte

Kongress "Amor docet musicam - Musica docet amorem. Musik und Liebe in der Frühen Neuzeit" (26.-28. März 2009)

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Der Salon von Nadine Helbig in Rom (1866-1922): Musikalische Visionen der »Ewigen Stadt«

 

Im Musikleben der »Ewigen Stadt« Rom, Sitz des Papstes mit einer bis vor die Antike zurückreichenden Geschichte, setzten sich Neuerungen vergleichsweise langsam durch. Neben der dominierenden Kirchen- und Theatermusik begann sich ein öffentliches Konzertleben hier erst ab den 1870er Jahren zu etablieren. Musiksalons kamen in Rom daher eine umso bedeutendere Funktion in der Förderung und Verbreitung weltlicher Instrumentalmusik zu. Einer davon war der Salon, den Nadine Helbig zwischen 1866 und 1922 an historisch herausragenden Standorten der Stadt führte. Er ist in einer regionalen Einzelfallstudie zu rekonstruieren, um die Wirkung der europäischen Institution des Musiksalons in den sich modernisierenden Kulturstädten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts weiter zu differenzieren.

Helbig war als russisch gebürtige Prinzessin Schahovskaja französisch-deutscher Prägung mit pianistischer Ausbildung (v. a. bei Clara Schumann) prädestiniert für das supranationale Salonwesen. Im Netzwerk mit dem Salon der Königlich Preußischen Gesandtschaft, bzw. der Gesandtschaft des Deutschen Reiches, und dem Wirkungskreis um Franz Liszt ist ihr Salon auf Beziehungen zum Konzertleben Roms zu untersuchen. Dabei ist Helbigs kunstreligiöse Haltung vom mondänen Prototyp des Musiksalons zu unterscheiden und als typisch deutsch-römisch einzuordnen: Unter deutschen, kulturgeschichtlichen Einflüssen mischte sich eine Neigung zur Frömmigkeit mit idealisierenden Visionen auf historische Kunst. Daher ist am Fallbeispiel dieses Salons der für das Rom der Zeit spezifische „Renaissancismus“ als ein Grund für die retardierte Modernisierung des Musiklebens der Stadt zu prüfen.

Zur Person

PD Dr. Sabine Meine ist im Frühjahr 2008 als
wissenschaftliche Mitarbeiterin an die Hochschule für Musik
und Theater zurückgekehrt, wo sie bereits 2000 bis 2004  in
Lehre und Forschung tätig war. Hier ist sie im November 2007 mit
einer Arbeit über die Frottola ("Musik als Diskurs an italienischen
Höfen 1500-1530") Hannover habilitiert worden, nachdem sie 
2004 bis 2008 am Deutschen Historischen Institut in Rom
(musikgeschichtliche Abteilung) über  höfische Vokalmusik der
italienischen Renaissancekultur des 16. Jahrhunderts geforscht
hat. 
Sie studierte zunächst Schulmusik, Romanistik und Musikwissenschaft in Hannover und Paris. 1998 promovierte sie an der HMT Hannover mit einer Arbeit zur Rezeption der Zwölftonmusik in Paris am Beispiel von Biographie und Wirkung von René Leibowitz (1913-1972). 2000 absolvierte sie das 2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. Von 1995 bis 1998 war sie Forschungsstipendiatin der Paul Sacher Stiftung, Basel, Promotionsstipendiatin der Graduiertenförderung des Landes Niedersachsen und des Evangelischen Studienwerkes Villigst e.V. Sie arbeitete zudem als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsdisposition, war als freie Autorin für Konzertveranstalter, Musikverlage und Funk, als Musikkritikerin und Konzertdramaturgin tätig.

Vita

seit April 2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im fmg, HMT Hannover

Nov. 2007 Abschluss des Habilitationsverfahrens mit der Venia legendi für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Hannover (Habilitationsschrift: Die Frottola: "Forse che sì, forse che no“. Musik als Diskurs an italienischen Höfen 1500-1530)

2004 - 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Historischen Instituts in Rom (Forschungsstelle Musikgeschichtliche Abteilung) 

2000-2004 Musikwissenschaftliche Mitarbeit in Forschung und Lehre an der HMT Hannover

1998-2000 Referendariat für das Lehramt an Gymnasien und 2. Staatsexamen (Musik/Französisch)

1998 Promotion zum Dr. phil an der Hochschule für Musik und
 Theater Hannover (Dissertation: Ein Zwölftöner in Paris - René Leibowitz (1913-1972)

1995-1998 Forschungsstipendium der Paul Sacher Stiftung, Basel, Promotionsstipendium der Graduiertenförderung des
Landes Niedersachsen und des Evangelischen Studienwerkes Villigst e.V.

1993-1996 Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsdisposition an der Hochschule für Musik und Theater Hannover

1986-1992 Studium der Musikwissenschaften, Romanistik, Schulmusik und Musikpädagogik in Hannover und Paris
 

Sonstiges
 
Okt. 2006 Einladung zum 3rd German-American Frontiers of Humanities Symposium 2006 (University of Philadelphia), 12. -15. 10.

Juni 2005  Einladung zum 2. Sommerkurs für Nachwuchs-forscherInnen des DHI Paris: Frühneuzeitforschung als Kulturgeschichte/Histoire des Temps modernes et paradigme culturaliste, 27.- 29. Juni

2002-2004 Konzeption und Durchführung der öffentlichen Vortragsreihe "Puppen, Huren, Roboter. Körper der Moderne in der Musik 1860-1930" im Rahmen der Gender Studies der HMT Hannover, gemeinsam mit Dr. Katharina Hottmann/HM Hamburg

Herbst 2003 Stipendium der DFG für eine Vortragsreise zur 9th Conference of the Research Center for Music Iconography Music in Art. Iconography as a Source for Music History. RCMI and The Metropolitan Museum of Art New York 5-8 November 2003

2000-2001 Organisation und Konzeption der Internationalen Tagung
„Musik, Wissenschaft und ihre Vermittlung“ und der Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung, 26.-29. September 2002, HMT Hannover, gemeinsam mit Prof. Dr. Arnfried Edler
 
2000 Organisatorische und konzeptionelle Mitarbeit bei der Biennale Neue Musik Hannover 2001 und der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik

Seit 1995 Konzertredaktionen und –moderationen sowie musikwissenschaftliche Vorträge

Seit 1991 Freie Autorin für Konzertveranstalter, Musikverlage und Funk (u.a. Schott-Musikzeitschriften, Wiener Konzerthaus, Schleswig Holstein Musik Festival, Niedersächsische Musiktage, WDR) sowie Musikkritikerin der regionalen Presse

Zusätzliche musikalische Praxis in Chorleitung, Chor- und Sologesang, Aufführungspraxis alter Musik

Forschungsschwerpunkte

Forschungsschwerpunkte

* Die Frottola: Musik als Diskurs an italienischen Höfen 1500 – 1530
* Die Zwölftonmusik in Paris – ein Übersetzungsphänomen der „Stunde Null“:
Biographie und Wirkung von René Leibowitz (1913-1972)

Weitere Arbeitsgebiete

* Höfische Musikkultur des 16. Jahrhunderts
* Musiksalons in Rom 1865-1915
* Körpergeschichte und Musik in der Moderne
* Zeitgenössische Musik
* Musikalische Ikonographie in der frühen Neuzeit
* Charles E. Ives
* Opera Buffa des späten 18. Jahrhunderts
* Musikgeschichte als Kulturgeschichte
* Genderstudies
* Musik(-wissenschaft) und ihre Vermittlung

Publikationen

Monographien

Die Frottola: Musik als Diskurs an italienischen Höfen 1500 – 1530. Habilitationsschrift. (Druck in Vorbereitung).

Ein Zwölftöner in Paris. Studien zu Biographie und Wirkung von René Leibowitz (1913-1972), Dr. Wißner/Augsburg 2000.

Herausgeberschaft

Gattungs- als Kulturgeschichte. Festschrift für Arnfried Edler, hg. gemeinsam mit Christine Siegert, Katharina Hottmann, Martin Loeser und Axel Fischer, Hildesheim: Olms 2008.

Cosimos Hochzeit. Liebe Macht Musik im Florenz der Medici. Materialien für den Unterricht, hg. unter Mitarbeit von Adina Jelen, Rasmus Frederich u.a., Oldershausen: Lugert 2008 (Druck in Vorbereitung).

Puppen, Huren, Roboter... Körper der Moderne in der Musik 1900-1930. Bericht über die Vortragsreihe im Rahmen der Gender Studies an der Hochschule für Musik und Theater WS 2003/04, hg. gemeinsam mit Katharina Hottmann, Schliengen: edition Argus 2005.

Reihe und System – Signaturen des 20. Jahrhunderts. Symposiumsbericht. Institut für Musikpädagogische Forschung der HMT Hannover 2004 (Monographien 9).
 
Musik, Wissenschaft und ihre Vermittlung. Bericht über die Internationale Musikwissenschaftliche Tagung der Hochschule für Musik und Theater Hannover 26. – 29. September 2001. Hg. v. Arnfried Edler und Sabine Meine, Augsburg: Wißner 2002. (Rez. in Revue de Musicologie 2 (2002), S. 433-435).

Aufsätze

"Blick ins Grüne. Empfindsame Perspektiven in Giovanni Paisiellos Nina o la pazza per amore (1789)", in: History/Herstory. Alternative Musikgeschichten, hg. v. Annette Kreutziger-Herr und Katrin Losleben, Köln/Wien/Weimar 2009, S. 279-303.

"Musikalische Spuren konfessioneller Spannungen an den Höfen von Renée de Valois und Ercole II d’Este im Ferrara des 16. Jahrhunderts", in: Feste – Opern- Prozessionen. Musik als kulturelle Präsentation, hrsg. v. Katharina Hottmann und Christine Siegert, Hildesheim 2008 (Jahrbuch Musik und Gender 1), S. 27-43.

 

„Ernst im Spiel. Orazio Vecchis Madrigalkomödien“. In: Gattungs- als Kulturgeschichte. Festschrift für Arnfried Edler, hg. v. Christine Siegert, Katharina Hottmann, Sabine Meine, Martin Loeser und Axel Fischer, Hildesheim: Olms 2008, S. 25-38.

 

„Gattungsgeschichte als Kulturgeschichte. Einleitende Gedanken“, gemeinsam mit Christine Siegert, Katharina Hottmann, Martin Loeser und Axel Fischer . In: dies (Hrsg.): Gattungs- als Kulturgeschichte. Festschrift für Arnfried Edler, Hildesheim: Olms 2008, S. 7-25.

„Ars amatoria. Musik im Liebesdiskurs“. In: Musik im Kontext der Disziplinen, hg. v. Nicole Schwindt (Handbuch der Musik der Renaissance 5), Laaber 2008/09 (Druck in Vorbereitung).

„Cosimos Hochzeit. Liebe Macht Musik im Florenz der Medici 1539.  Ein Bericht“ und „Tous les matins du monde. Ein Film zum Thema“. In: Liebe Macht Musik. Bericht über die Arbeitstagung der GfM-Fachgruppe Musikwissenschaft/ Musikpädagogik am DHI in Rom 2006, hg. v. Andreas Waczkat und Birgit Bluhm, Hannover 2008 (im Druck).

“Im Herzen der Geistlichkeit. Musikleben von Kurtisanen in Rom um 1500. In: Orte der Musik. Kulturelles Handeln von Frauen in der Stadt, hg. v. Susanne Rode-Breymann, Köln/Weimar 2007, S. 107-126.

„’Vergine bella’ – ‚Vergine sacra’: Weltliche Modelle für die Marienverehrung in der italienischen Renaissancemusik. In: Modell Maria. Beiträge der Vortragsreihen Gender Studies 2004-2006 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, hg. v. Martina Bick,  Beatrix Borchard, Katharina Hottmann und Krista Warnke, Hamburg 2007, S. 111-132.  

“La questione della lingua e la musica profana. Rapporti tra cultura „alta“ e „bassa“”. In: Celebrazioni del IV Centerario della morte di orazio vecchi. Università di Modena 2005, im Druck.

„’Amerò, non amerò’. Frottola und Volkslied – Höfische Spiele auf Nähe und Distanz im Italien des frühen 16. Jahrhunderts“. In: Lied und populäre Kultur. Jahrbuch des Deutschen Volksliedarchivs 49 (2004), hg. von Max Matter und Tobias Widmaier, Münster 2005, S. 11-49.

“Fra poesia per musica e madrigale: il petrarchismo musicale a Roma”. In: Petrarca e Roma. Atti del convegno di studi (Roma, 2-3-4 dicembre 2004), hg.v. Maria Grazia Blasio, Anna Morisi e Francesca Niutta, Roma 2006, S. 295-306.

“Cecilia without a halo: The changing musical virtus”. In: Music in art. International Journal for Music Iconography XXIX (2004), 1-2 , CUNY 2005 (= Proceedings of the ninth conference of the research center for Music Iconography, cosponsored by the Metropolitan Museum of Art, commemorating the 20th anniversary of death of Emanuel Winternitz (1898-1983), New York City, 5-8 November 2003, Vol. 1), S. 104-113.

„Selbstinszenierung und Distinktion – Zur Funktion der höfischen Musik bei Isabella d’Este Gonzaga“. In: Frauen und Musik im Europa des 16. Jahrhunderts: Infrastrukturen – Aktivitäten – Motivationen. Trossinger Jahrbuch zur Renaissanceforschung 4, hg. von Nicole Schwindt, Kassel 2005, S. 51-75.

„Einführende Bemerkungen“. In: Puppen, Huren, Roboter... Körper der Moderne in der Musik 1900-1930. Bericht über die Vortragsreihe im Rahmen der Gender Studies an der Hochschule für Musik und Theater WS 2003/04, hg. gemeinsam mit Katharina Hottmann, Schliengen: edition Argus 2005, S. 10-33.

“‚La dolce influenza del mio Giove’ – Musikalischer Petrarchismus in der Renaissance”. In: Petrarca und die Musik. Colloqium. Eine Publikation des Schwäbischen Tagungs- und Bildungszentrums Kloster Irsee 2004, Dornstadt 2004, S. 10-16.

„Pausen für Isabella. Musik und Otium am Renaissancehof“. In: Tacet. Non tacet. Zur Rhetorik des Schweigens. Festschrift für Peter Becker zum 70. Geburtstag, hg. v. Charlotte Seither in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater Hannover, Saarbrücken 2004, S. 84-90. 

„Isabella d’Este Gonzaga“. Grundseite im Internet-Projekt MuGi (Musik und Gender im Internet). Online-Publikation.

„Mehr als ‚ein angenehmes oder nützliches Spielwerk’ – Musik- und Gesellschaftskritik bei Adorno“. In: Leiden beredt werden lassen. Beiträge über das Denken Theodor W. Adornos. Hg. v. Joachim Perels (Diskussionsbeiträge des Instituts für Politische Wissenschaft der Universität Hannover 32), Hannover 2006, S. 133-155.

„Sekte, Avantgarde, Salon. Künstlerinnen-Netzwerke in der Geschichte“. In: Wie nützlich sind Künstlerinnen-Netzwerke HEUTE?“ Dokumentation des Kongresses an der Hochschule für Musik und Theater Hannover 22. – 23. September 2003, hg. v. Kathrin Beyer und Birgit Fritzen, Hannover 2004, S. 12-25.

„Caecilia ohne Heiligenschein. Musikalische virtus im Wandel.“ In: Wegbegleiter im Diskurs. Musikhistorisches Kolloquium von Kollegen und Freunden Arnfried Edlers, hg. v. Günter Katzenberger und Hans Bäßler, Institut für Musikpädagogische Forschung der HMT Hannover 2004, S. 87-96.

„Zwischen Assimilation und Ideologie – Zur Biographie des Zwölftöners Leibowitz“ und Vorwort (gemeinsam mit Hartwig Lehr, Carola Schormann und Andreas Waczkat. In: Wozu Biographik? Zur Rolle biographischer Methoden in Vermittlungsprozessen und Musikanalyse. Bericht über die Tagung der Fachgruppe „Musikwissenschaft und Musikpädagogik“ in der Gesellschaft für Musikforschung, Lüneburg 30. November - 1. Dezember 2002, im Auftrag der Fachgruppe hg. v. Andreas Waczkat, Rostock: Universität Rostock 2003, S. 75-83 und 5-9.

„’Colla mano, col cervello’. Künstlerisches Selbstbewusstsein in Porträts der Frühen Neuzeit“. In: Um klar zu sehen. Freundesgabe für Horst Ruprecht zum 80. Geburtstag, hg. v. Peter Becker, Institut für Musikpädagogische Forschung der HMT Hannover, Hannover 2003, S. 83-111.

 „Scopri lingua. Zur Funktion der Sprache in der Frottola des frühen Cinquecento.“ In: Studi Musicali, hg. v. Agostino Ziino, Rom, 32. Jhrg. 2003, Nr.1, S. 51-73.

“Amore sacro e profano. Il ruolo di Pietro Bembo nella madrigalistica primo-cinquecentesca”. In: Letteratura e musica. Una proposta di comparazione fra le arti. Tagungsbericht Rieti/Rom 21. – 22. März 2002. Il territorio. Rivista semestrale di cultura e studi sabini, numero speciale, hg. v. Roberto Russi, 10. Jhrg., Nr. 2. Juli – Dezember 2002, S. 21-43.
 
"'This nothing's more than matter.' Ophelia. Die Frau in Hamlets Schatten." In: Musik. Frau. Sprache – Interdisziplinäre Frauen- und Genderforschung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, hg. v. der Hochschule für Musik und Theater Hannover, Kathrin Beyer und Annette Kreutziger-Herr, Herbolzheim: Centaurus 2003, S. 217-237.

„Amore sacro e profano. Kulturgeschichtliche Hintergründe des Cinquecento-Madrigals am Beispiel von Pietro Bembo und Jacques Arcadelt“. In: Musik, Wissenschaft und ihre Vermittlung. Bericht über die Internationale Tagung Hannover 2001, hg. v. Arnfried Edler und Sabine Meine, Augsburg: Wißner 2002, S. 301-309.

„Höfliche Wut. Figaros Streit in der Arie ‚Non più andrai’ aus Mozarts Le Nozze di Figaro“. In: Musik und Bildung 4/August/September 2001. Hg. v. Hans Bäßler. Mainz: Schott., S. 20-26.

„Der Musiker als Übersetzer – Zur Schönberg-Rezeption in Paris durch René Leibowitz“. In: Aspekte historischer und systematischer Musikforschung, hg. v. Christoph-Hellmut Mahling und Kristina Pfarr Mainz 2003 (= Bericht über die Jahrestagung der GfM 1997), S. 315-323.

 „Der Komponist als Interpret – Der Interpret als Komponist – René Leibowitz im Briefwechsel mit Theodor W. Adorno (Kommentierter Quellentext)“. In: Musiktheorie 1/Frühjahr 1996, hg. v. Hermann Danuser, S. 53-65.

„A propos René Leibowitz“. In: Mitteilungen der musica reanimata, hg. v. Albrecht Dümling, Berlin, Februar 1996, S. 1-7.

"’Schönberg ist tot’ – Es lebe Schönberg! – René Leibowitz – Ein Pionier der ‚Stunde Null’ im Spannungsfeld von Fortschritt und Tradition“. In: Das Orchester 2/ Februar 1996, S. 16 –21.

„Wahn oder Sinn – Salvador Dalìs ‚Opéra-Poèma Etre Dieu’“, in NZfM 6/1993, S. 20-23.

„John Cage und Europa“. In: Noten und Notizen, Magazin der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik Nr. 11, August 1992, S. 6-11.

"’Scenes from my childhood are with me’. Biographische Momente in den ‚114 Songs’ von Charles E. Ives“. In Musik und Bildung 3/1992, S. 9-14.

„Helmut Lachenmann: ‚Accanto’ (1976“). In: Musik und Bildung 6/1991, S. 65-70.

Rezensionen, Berichte, Lexikonartikel

„Monodie“. In: Enzyklopädie der Neuzeit 8, hg. v. Friedrich Jaeger und dem  Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, Stuttgart/Weimar 2008, Sp. 709-711.

„Prima und seconda pratica“. In: Enzyklopädie der Neuzeit, hg. v. Friedrich Jaeger und dem  Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, Stuttgart/Weimar 2008 (Druck in Vorbereitung).

“Intermedien”. In: Enzyklopädie der Neuzeit 5, hg. v. Friedrich Jaeger und dem  Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, Stuttgart/Weimar 2007, Sp. 1079-1084.

„Rene Leibowitz“. In: Lexikon exilierter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit, hg. v. Claudia Maurer Zenck und Peter Petersen unter Mitarbeit von Sophie Fetthauer. Online-Projekt der Universität Hamburg, Veröffentlichung in Vorbereitung.

„Cecilia Campa: Il musicista filosofo e le passioni. Linguaggio e retorica dei suoni nel Seicento europeo. Napoli 2001”. In: Die Musikforschung 58 (2005), 1, S. 84-86.

Hans Bäßler/Ortwin Nimczik/Peter Schatt: Neue Musik vermitteln. Analysen – Interpretationen - Unterricht. Mainz 2004. In: Musik und Bildung 4 (2004), S. 79-80.

„Jean-Etienne Marie“, „Jean-Louis Martinet“, In: MGG, 2. Ausgabe, Personenteil Bd. 11, Kassel etc. 2004, Sp. 1089 und 1189-1190.
 
 „René Leibowitz“. In: MGG, 2. Ausgabe, Personenteil Bd. 10, Kassel 2003, Sp. 1514-1515.

„Maurice Leroux“. In: MGG, 2. Ausgabe, Personenteil Bd. 10, Kassel 2003, Sp. 1633-1634.

„Maxime Jacob“. MGG, 2. Ausgabe, Personenteil Bd. 9, Kassel 2003, Sp. 805/06.

„Claudio Gallico: Sopra li fondamenti della verità. Musica italiana fra XV e XVII secolo. Roma: Bulzoni Editore 2001. 442 S. Notenbspe. („Europa delle Corti, Centro studi sulle società di antico regime. Biblioteca del Cinquecento 97.), September 2002“. In: Die Musikforschung, 1/2003, S. 80/81.

„Bericht über das 2. Trossinger Symposium zur Renaissancemusikforschung: Gesang zur Laute/Singing to the Lute, 26. April 2002. In: Die Musikforschung 4/2002, S. 415.

„Paul Dessau. ‚Let’s hope for the Best’. Briefe und Notizbücher aus den Jahren 1948 bis 1978. Im Auftrag der Stiftung Archiv der Akademie der Künste, hg. v. Daniela Reinhold. Hofheim: Wolke 2000 (= Archive der Musik des 20. Jahrhunderts Band 5).“ In: Positionen, hg. v. Gisela Nauck, November 2002, S. 49.

Bericht über die Internationale Tagung „Musik, Wissenschaft und ihre Vermittlung“ und die Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Hannover 26. bis 29. September 2001. In: Die Musikforschung 2/2002, S. 185/186.

„Astrid Laakmann: ‚... nur allein aus Liebe der Musica’ – Die Bückeburger Hofmusik zur Zeit des Grafen Ernst III. zu Holstein-Schaumburg als Beispiel höfischer Musikpflege im Gebiet der ‚Weserrenaissance’. Münster 2000 (Musik in Westfalen. Hg. v. K. Hortschansky 4)“. In: Die Musikforschung 2/2002, S. 202-203.

„Quartett live – Musik zu viert. Das Nomos-Quartett macht Schule – Ein Projekt für das Schuljahr 2001/2002 gefördert von der Stiftung Kulturregion Hannover, der Region Hannover und der Hochschule für Musik und Theater Hannover“. In: vds-magazin April 2002. S. 27-28.

„Dem musikalischen Ausdruck auf der Spur. Quartett live – Musik zu viert: Ein Projekt mit dem Nomos-Quartett Hannover“. In: NMZ 5/2002, S. 23.

„Kammeroper als geschlossene Gesellschaft. Peter Maxwell Davies‘ Der Leuchtturm in Braunschweig“. In: Das Orchester 4/2002, S. 37.

„Zufälliges gefällig?“ – John Cages sämtliche Europeras an der Staatsoper Hannover. In: Das Orchester 2/2002, S. 42.

„Preisträger im Schatten der Hilliards. ‚Guarda...’ – Einsichten von Luca Belcastro“. In: Noten und Notizen, Magazin der Hannoverschen Gesellschaft für neue Musik Nr. 29. August 2001, S. 15/16.

„René Leibowitz“. In: The New Grove Dictionnary of Music and Musicians, 2nd edition (2. Ausgabe), hg. v. Stanley Sadie. London 2001, S. 501-502.

„René Leibowitz: Träume vom Tod und vom Leben für Solisten, Chor und Orchester op. 33“. In: Metzler Oratorien- und Chormusikführer, hg. v. Silke Leopold und Ullrich Scheideler, Kassel/Stuttgart 2000, S. 403-405.

„Mauricio Kagel“ und „Maurice Ravel“, Chormusik und Biographie. In: Harenberg Chormusikführer, hg. v. Hans Gebhard, Dortmund 1999, S. S. 483-485 und S. 713-714.

“Peter Burkholder: All made of tunes: Charles Ives and the uses of musical borrowing, Yale University Press, New Haven und London, 1995”. In: NZfM 4/1997, S. 74.

“Peter Burkholder/Geoffrey Block (ed.): Charles Ives and the classical tradition, Yale University Press 1996”. In: NZfM 4/1997, S. 75.

„Matthias Spahlinger: Intermezzo/128 augenblicke – systematisch geordnet, variabel zu spielen/ in dem ganzen ocean von empfindungen eine welle anhalten. CD, R. Regös, Klavier, D. Spohr, Stimme, W. Seyfarth, Klarinette, U. Heinen, Violoncello. Sinfonieorchester des HR, Ltg. Jürg Wyttenbach, Südfunkchor Stuttgart, Ltg. K.M. Ziegler.“ In: Das Orchester 7-8/ 1994, S. 93.

„Wassily Kandinsky und Arnold Schönberg – der Briefwechsel, hg. v. Jelena Koch, Stuttgart 1993“. In: NZfM 5/1994, S. 84/85.

“James Pritchett: The Music of John Cage, Cambridge University Press, Cambridge 1993”. In: NZfM 5/1994, S. 82.

“Aaron Copland: Works for piano. Vol. I /Wergo”. In: NZfM 3/1994, S. 66/67.

„Hans-Jürgen von Bose, Werkgeschichtliches Porträt“. In: Metzler Komponisten Lexikon, hg. v. Horst Weber, Stuttgart 1992. S. 82-83.

„Band I der Veröffentlichungen der Paul Sacher Stiftung: Pierre Boulez/John Cage – Correspondance et Documents, hg. v. J.-J. Nattiez, Winterthur 1990, in Musik und Bildung 1993.


Vorträge (ungedruckt)

„Les frottole de Spinacino“. Vortrag auf der Tagung «Francesco Spinacino 1507-2007», veranstaltet v. Philippe Vendrix, Dinko Fabris, John Griffith, Centre d’Etudes Supérieures de Renaissance, 30. 11.-01.12. 2007.

„Empfindsamkeit in der Opera Buffa: „Nina o la pazza per amore“ von Giovanni Paisiello (1789). Vortrag im Rahmen des Habilitationskolloqiums, HMT Hannover, 05. 11. 2007.

Einführung in “Cosimos Hochzeit. Liebe Macht Musik im Florenz der Medici 1539“. HMT Hannover, 01. Juni 2006.

„Cosimos Hochzeit. Liebe Macht Musik im Florenz der Medici 1539. Ein musikdidaktisches Projekt zur Renaissancemusikkultur in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater Hannover, Deutsches Historisches Institut in Rom, 28. September 2006 im Rahmen von Musicologìa oggi (= Einführungsvortrag zur Diskussionstagung der Fachgruppe Musikwissenschaft/ Musikpädagogik der Gesellschaft für Musikforschung).

“Solo frottole?” Prof. Francesco Luisi (Università degli studi di Parma) im Studiengespräch über die Hofmusik des frühen 16. Jahrhunderts in Italien mit Dr. Sabine Meine, Deutsches Historisches Institut in Rom, Musikgeschichtliche Abteilung, Donnerstag, 13. Oktober 2005 (Musicologià oggi).

“Forse che si, forse che no. Zur Funktion von musica cortigiana im kulturellen Diskurs in Italien 1500 – 1530: die Frottola.“ Vortrag im Rahmen von: Frühneuzeitforschung als Kulturgeschichte/Histoire des Temps modernes et paradigme culturaliste, 2. Sommerkurs des DHI Paris, 27.- 29. Juni 2005
 
„Musikalischer Petrarkismus in der Renaissance“. Schwabenakademie Kloster Irsee im Rahmen des Symposiums „Petrarca und die Musik“ aus Anlass des 700. Geburstag von Petrarca, 27. August 2004.

„’Amore musico’- Zur Rolle der Musik in Liebestraktaten des Cinquecento“. Medieval and Renaissance Music Conference 31. Juli – 3. August 2003. Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Diskussionsforum Neue Musik – Öffentliches Gespräch mit Annette Schlünz, Komponistin und Eckart Beinke, Oh-Ton-Ensemble, in der Gedok Hannover 3. Juni 2003.

„Puppen, Huren, Roboter. Körper der Moderne in der Musik 1860-1930 – Ein Projekt für Forschung und Lehre im Rahmen der Gender-Studies an der HMT Hannover. Einführungsvortrag, gemeinsam mit Katharina Hottmann im Rahmen des Fests der Wissenschaft November 2002.

„Ophelia – Gesang von Wahn und Schrecken im Schatten Hamlets. Wandel einer weiblichen Gestalt von Shakespeare zu Heiner Müller und Wolfgang Rihm“. In: Bericht über das Symposium Musiktheater von Wolfgang Rihm, München/Theaterakademie 5. Mai 2001.

„Scopri lingua. Beobachtungen zu Frottola-Sammlungen des frühen Cinquecento“. Freies Referat im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung HM Düsseldorf September 2002.

„Zwischen russischer Ikonenästhetik und moderner Abstraktion. Igor Strawinskys Ballett Les Noces im Kontext“. Öffentlicher Vortrag, Hochschule für Musik und Theater Hannover, 13. Juli 2001.

„Bewegte Komponistenporträts: Zum Beispiel Mozart.“ Einführungsvorträge zu kulturpolitischem Kontext, Dramaturgie und Ästhetik von Verfilmungen zu W. A. Mozarts Biographie (K. Hartl: Wen die Götter lieben, K. Kirschner: Mozart – Aufzeichnungen einer Jugend (1976)/Jean-Marie Straub: Chronik der Anna Magdalena Bach, M. Forman: Amadeus 1982), Kommunales Kino in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater Hannover, Januar - Februar 2001.

„From Ives to Toothbrush Time – Amercan Art Songs.” Moderation des Liederabends der Gesangsklasse Prof. Norma Enns, HMT Hannover Mai 1999.

 „Ein Zwölftöner in Paris. René Leibowitz“. Vortrag und Gesprächskonzert, Folkwang Hochschule Essen, Januar 1998.


Qualifikationsarbeiten (unveröffentlicht)

„Stationen einer Entwicklung – Annäherungen an die Person und Musik Wolfgang Amadeus Mozarts durch Klaus Kirschners Film ‚Aufzeichnungen einer Jugend’ . Ein Unterrichtsversuch in Klasse 10“. Studienseminar Hannover I 2000.

„Analytische und didaktische Aspekte im Liedschaffen von Charles E. Ives“, HMT Hannover 1990.

 
Programmredaktionen, Werkeinführungen

Programmredaktion für Konzert 4, musik heute 1999/2000 des Arditti Quartetts mit Streichquartetten von Cerha, Schönberg, Wellesz und Utz (UA).

Festkonzert des Internationalen Kompositionswettbewerbs Biennale Neue Musik Hannover 1999. In: Der Fremde Klang – Tradition und Avantgarde in der Musik Ostasiens 26.-30. Mai 1999, hg. v. Hinrich Bergmeier, S. 44-54.

Einführungen in Werke von James Dillon und Fergus Johnston. In: Almanach WIEN MODERN 1998 – An den Rändern Europas, hg. v. Bernd Odo Polzer und Marie-Therese Rudolph, S. 151, 174.

Programmeinführung in das Eröffnungskonzert der Henri-de-Toulouse-Lautrec-Ausstellung im Sprengel Museum Hannover mit französischer Kammermusik der Jahrhundertwende, Ensemble Musica Viva, Oktober 1997.

Programmeinführung zu Triple Duo, Konzert des Neuen Ensembles Hannover (Boulez, Carter, Stockhausen u.a.), Januar 1997.

Biographie von Brian Ferneyhough sowie Einführungen in seine Werke Missa Brevis, La Chute d' Icare und das 4. Streichquartett. In: Almanach WIEN MODERN 1997 – Voices. Words (Internat. Festival mit Musik des 20. Jhd., veranst. v. d. Kulturabteilung der Stadt Wien, der Wiener Konzerthausgesellschaft u.a.), S. 97f., 179f., 190, 240f.

Programmeinführung zu Karlheinz Stockhausen – Karel Goeyvaerts, der serielle Anfang und die Folgen, Konzert des Schlagzeugensembles der Hochschule, Dezember 1996.

Jahresprogramm 1996 des Alban Berg Quartetts, veranstaltet vom Wiener Konzerthaus, (Biographien und Werke von Wolfgang Rihm, Alfred Schnittke und Luciano Berio).

CD des Nomos Quartetts (Schubert: Streichquartett in d-Moll D 810 Der Tod und das Mädchen, Schostakowitsch: Streichquartett in c-Moll op. 110), 1996.

 „Jacques Ibert: Cinq Pièces en trio für Oboe, Klarinette und Fagott“. In : Die klassizistische Moderne in der Musik des 20. Jahrhunderts, Begleitpublikation zur Konzertreihe im Rahmen der Veranstaltungen „10 Jahre Paul Sacher Stiftung“, Basel 1996, S. 274-275.

„Latente Lyrik – Zum Webern – Schubert-Programm des Cherubini-Quartetts“, „Ernstes Spiel mit der Ordnung – Zur Serenade op. 24 von Schönberg“, „Zusammenhangsvisionen – Zur Passacaglia op. 1 von Webern“, „Nicht bauen, sondern ausdrücken? – Zu Schönbergs kurzen Klavierstücken“. Schleswig Holstein Musik Festival 1996.

„die in die Welt kommen und aus ihr gehen – Younghi Pagh-Paan: ‚Noch...’ für Frauenstimme und Viola nach Gedichten von Rose Ausländer in memoriam Ysang Yun“. Programmheft zum Gedenkkonzert Ysang Yun, Sonderkonzert musik heute, Hannoversche Gesellschaft für Neue Musik und NDR, 16. Januar 1996, Landesfunkhaus Niedersachsen.

Programmheft, Moderation und Konzertredaktion zum Porträtkonzert René Leibowitz der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik am 9. Januar 1996.

Einführung im Booklet der CD „Kammermusik von René Leibowitz“, Label Divox, Rheinfelden, Januar 1996, S. 6-11.

Programmheft und Moderation zum Gesprächskonzert „René Leibowitz – Ein vernachlässigter Pionier der Avantgarde“ im Rahmen der Reihe „Verfolgung und Wiederentdeckung der musica reanimata“, Förderverein zur Wiederentdeckung NS-verfolgter Komponisten und ihrer Werke e.V., Konzerthaus Berlin, 30. November 1995.

Niedersächsische Musiktage 1995 (Motto Großbritannien: Albert-Schweitzer-Quintett, Bläserensemble Sabine Meyer, Mädchenchor Hannover) und 1996 (Motto Skandinavien: Nomos-Quartett, Knabenchor Hannover, Contrabasso con sentimento).

Programm- und Konzertredaktion zu Kreisformen und Rotationen, Konzert der Hochschule im Sprengel Museum Hannover (gemeinsam mit Prof. Andreas Boettger, (Schlagzeug), Prof. Norma Enns (Gesang), Prof. Lajos Rovatkay (Studio für Alte Musik)), Mai 1995.

Biographie und Werkeinführungen zu Kompositionen von René Leibowitz im Programmbuch Schüler der Wiener Schule des Wiener Konzerthauses im Rahmen der HÖRGÄNGE 1995, hg. von der Internationalen Musikforschungsgesellschaft, März 1995, S. 98-101.

Benjamin Britten: Ein Sommernachtstraum, Programmheft eines Projektes des Studiengangs Oper und Opernchor, Februar 1995.

Einführung zur Kammeroper Ubu (Toovey/Finissy/Jarry), Opera stabile Hamburg,
in Auftakt 3. Magazin der Hamburgischen Staatsoper 1993/1994.

Das Neue Werk, Hamburg, November 1993 (Oktette von Yun, Kelterborn, Blacher und Beyer).
Einführung in das Orchesterkonzert (Ltg. Prof. Lutz Köhler), Musik und Theater in Herrenhausen (Debussy, R. Strauß, Mozart), Juli 1993.

„Spiel ohne Ende – geliebt, verlacht, verkannt. Anmerkungen zu Così fan tutte“. In: Programmheft eines Projektes des Studiengangs Oper, HMT Hannover, Februar 1993.


Rundfunksendungen

„‚Fadensonnen für 17 Instrumente’ (1993) von Annette Schlünz“. In: Atlas der Moderne (126). Musikpassagen, Radiosendung des WDR, Juli 2000.

„Zu Klavierstücken Eduard Steuermanns“. Atlas der Moderne, Radiosendung des WDR, Juni 1998.

Lehrveranstaltungen WS 2008/2009

1. Populäre Musik – eine Kulturgeschichte zwischen 1500 und heute. „Dialoge zwischen Kunst und Wissenschaft“ (öffentliche Vorlesungsreihe, gem. mit Dr. Nina Noeske). Mo 18.00-19.30 Uhr, Emmichplatz 1, Raum 202. 

2. ‚Was übrig bleibt…‘ – Populärität, Kanon, Gender (Seminar, gem. mit Dr. Nina Noeske, in Kooperation mit Prof. Dr. Melanie Unseld, Universität Oldenburg). Mo 16.15-17.45 Uhr, Schiffgraben 48, R. 24.

3. und 4. Liebe und Musik. Beziehungsgeschichten in der frühen Neuzeit (Vorlesung zuzügl. Hör- und Lektürekolloquium). Donnerstags 14-16 Uhr (Vorlesung) und 16-18 Uhr (Kolloqium), jeweils Schiffgraben 48, R. 24.

5. Kolloquium für Historische Musikwissenschaft. Dissertationsprojekte und weitere aktuelle Forschungsfragen werden im Kreis der DoktorandInnen und Lehrenden diskutiert. Freitags 14-17 Uhr n.V., Beginn: 24. Oktober 2008, Schiffgraben 48, R 25.

Frühere Lehrveranstaltungen

SS 2008

Mantua - Zentrum der Renaissancemusik (Seminar)

Komponistenporträt Charles E. Ives - "Father of American Music" (Seminar)

SS 2006
„Cosimos Hochzeit. Liebe Macht Musik im Florenz der Medici 1539.“
Eine Zusammenarbeit der HMTH mit der FH Hannover und dem DHI in Rom (Musikgeschichtliche Abteilung). Studierende der Studiengänge Schulmusik, Musikerziehung, Schauspiel, Oper, Rhythmik, Künstlerische Ausbildung.

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SS 2004

„Fine knacks for ladies“ – Musik und Kultur der Renaissance: die Beispiele Italien und England

Ausgehend von zwei namhaften Renaissancehöfen, dem der „virgin queen“, Elisabeth I. von England, und dem von Isabella d’Este, „primadonna del mondo“ in Mantua, geht es in diesem Seminar vorrangig um weltliche Musik des 16. /17. Jahrhunderts und die Rekonstruktion ihres kulturgeschichtlichen Kontextes: um Musik für die Kammer, Tanz-und Festmusik, Gesang zur Laute, Madrigale, Tastenmusik, um Pfeifer und Trommler und die Bedingungen, wie Musik damals in das Hofleben eingebunden war. Eine musikalisch-literarische Abschlussveranstaltung ist geplant.

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WS 2003/04

Puppen, Huren, Roboter...
Körper der Moderne in der Musik 1860 - 1930
Öffentliche Vortragsreihe und Seminar im Rahmen der Gender-Studies der HMTH, gemeinsam mit Dr. Katharina Hottmann (Abstract zur Thematik s. WS 2002/03)

I Dr. Sabine Meine: Einführung 
II Dr. Rebecca Grotjahn, HM Köln: „Vergewaltigung durch den Dreimännerklang“. Die Register der Singstimme als Schauplatz des Geschlechterdiskurses
III Prof. Dr. Stefan Weiss, HMT Hannover: „nicht an den Augen hängt des Lebens Glück“ – Körper-Bilder in Eugen d'Alberts Oper „Die toten Augen“
IV Dr. Anne Fleig, Universität Hannover: „Sachliches Vergnügen“. Das Revuetheater der Weimarer Republik
V Prof. Dr. Claudia Zenck, Universität Hamburg: Cakewalk, Ragtime, Foxtrott. Vom verzerrtem zum befreiten Körper
VI Prof. Dr. Gabriele Klein, Universität Hamburg: Körper-Konzepte im Tanz der Moderne.
VII PD Dr. Tobias Widmaier, Universität Saarbrücken: „Wir stecken tief über den Hals in Lüge, Dreck und Verwesung!“ Körperchiffren im antimodernen Musikdenken am Beispiel Hans Pfitzner
VII Dr. Katharina Hottmann, Hochschule für Musik Hamburg: Abschlussvortrag und -diskussion
Examenskolloquium

Texte, Methoden, Perspektiven. Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten in Musikwissenschaft und Musikpädagogik, gemeinsam mit Kai Martin.

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SS 2003

Let it be. Aufbruch in der Musikkultur der 1960er Jahre
Seminar SS 2003, Hauptstudium Schulmusik, Magister Musikwissenschaft
Donnerstags 16-18 Uhr, Hauptgebäude R 315

Mit den 1960er Jahren wich die Fortschrittsgläubigkeit und Wohlstandseuphorie der Nachkriegszeit der Skepsis gegenüber einer durch Regelwerke und Dogmen verkrusteten Gesellschaft. Kritik und Diskussion bis hin zur „Kulturrevolution 1968“ eröffneten neue Wertmaßstäbe, die das Musikleben im E- und U-Bereich gleichermaßen veränderten: Politik, Meditation und Grenz-Erfahrung, Elektronik, Theater und Szene sind Aspekte, die damals für Luciano Berio, Hans-Werner Henze oder Morton Feldman ebenso zentral waren wie für die „Rolling Stones“, die „Beatles“ oder Frank Zappa.
Ziel des Seminars ist es, gesellschaftlichen Maximen der Zeit in der Musik, deren Inszenierung und Institutionen (Gruppen, Festivals, Zentren, Medienindustrie) nachzugehen. Dabei sollen Diskussionsebenen für den historischen Umgang mit Musik verschiedener Traditionen und deren Begriffen („Beat“, „Rock“, „Neue Musik“, „klassische Avantgarde“ etc.) entwickelt werden.

Einführung in die Notationskunde: Mensuralnotation
SS 2003, Magister Musikwissenschaft, Schulmusik, Musikerziehung.
Mittwochs 11.30-13.00, Schiffgraben R 25

Notationsformen vor 1600 kennenzulernen ist eine Voraussetzung für das Verständnis alter Musik und für kompositions- und kulturgeschichtliche Fragen zwischen Mittelalter und Neuzeit.
Nach einem kurzen Überblick über die Anfänge der Verschriftlichung (Neumen), sind Quadratnotation (Organum, Leonid/Perotin), Franco von Kölns Reform sowie die schwarze Mensuralnotation bis zu deren Erweiterung im 15. und 16. Jahrhundert (sog. Weiße Mensuralnotation) Themen des Seminars.

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WS 2002/03

Puppen, Huren, Roboter...
Körper der Moderne in der Musik 1860 - 1930
Gemeinsam mit Katharina Hottmann
Schulmusik, Magister Musikwissenschaft, Musikerziehung und Künstlerische Ausbildung ab 3. Semester (im Vorfeld der gleichnamigen Vorlesungsreihe WS 2003/04)

Im Zuge der Gender-Studien werden Körper-Phänomene als Abbild der Normierung und Modernisierung des gesellschaftlichen Lebens erforscht. In der Moderne im enger verstandenen Sinn (1860er Jahre bis ca. 1930) unterliegt der menschliche Körper im zunehmend vom Rhythmus der Maschinen beeinflussten Alltag dem Druck der Standardisierung und Mechanisierung, ist aber immer zugleich auch Raum für entsprechende Gegenprojektionen, d.h. Ausdruck für das Nicht-Domestizierbare, Unbeherrschte. In weiblichen und männlichen Körperbildern spiegelt sich somit moderne Mentalität.
Musik bzw. Hören ist in zweierlei Hinsicht auf die Kategorie Körper beziehbar: Einerseits kann Musik körperbezogene Prozesse und Vorstellungen darstellen, was besonders im Musiktheater und performativer Musik, d.h. in Oper, Operette, Tanz, Musical und Film, der Fall ist. Andererseits kann die Struktur von Musik als körperliche gehört und empfunden werden, so dass auch in der Instrumentalmusik Körperbilder nachweisbar werden.
Wir sind gespannt auf das Experiment, gemeinsam mit Studierenden ab dem 3. Semester musikalische Themen unter der Perspektive „Körper“ zu erarbeiten (z.B. „Puppen-Musik“, „Musik und Erotik“, „Hosenrollen“, „Stimme und Körper“, „Körper und Ideologie“, „Tanzreform um 1900“ mit Beispielen von J. Offenbach, R. Strauss, P. Hindemith, I. Strawinsky, F. Schreker etc. sowie im Film.)

Mozarts Le Nozze di Figaro im Kontext
Über szenische Interpretation zu musikalischen, gesellschaftsgeschichtlichen und psychologischen Aspekten der Oper

Schulmusik, Lehramt für GHuS-Schulen, Magister Musikwissenschaft, Gesang/ Oper ab Grundstudium

W. A. Mozarts Oper „Hochzeit des Figaro“ gilt bekanntermaßen als politisch brisant. Denn dort wo ein Künstler ein von der Zensur verbotenes Lustspiel (von P.A. Caron de Beaumarchais) am Vorabend der französischen Revolution in Musik setzt, in dem der Graf vor seinem Kammermädchen in die Knie geht, darf man Kritik an einer aus den Fugen geratenen, vom Adel beherrschten Gesellschaft vermuten. Wie in der Gattungsbezeichnung „Commedia per musica“ anschaulich, ist „der Figaro in erster Linie ein ‚Theaterstück mit Musik’ und alles vom theatralischen Effekt her gedacht“ (Braunbehrens 1988, S. 298). Dadurch wurde diese Oper als eine der ersten zum Experimentierfeld für die szenische Interpretation, die in diesem Seminar immer wieder als Analyse-Methode eingesetzt werden soll, um musikalische, gesellschaftsgeschichtliche und psychologische Aspekte der Oper zu erarbeiten.

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SS 2002

Musik in bildender Kunst der Neuzeit: Musikalische Ikonographie.
Schulmusik- und Magisterstudiengang , Grund- und Hauptstudium.

Hörkolloquium. (gemeinsam mit Prof. Martin Messmer/Musiktheorie)
Schulmusik und Magister alle Semester

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WS 2001/02

Musikwissenschaft 2001: Eine Einführung in Inhalte, Methoden, Perspektiven
anhand eines selbstgewählten Seminarthemas: Strawinskys Ballette.
Schulmusik und Magister Grundstudium

„Concertare e rappresentare“ – Momente der Musik des 17. Jahrhunderts. Einblicke in Zentren, Gattungen, Biographien am Beispiel zweier englischer Restaurationsopern (Henry Purcell: Dido and Aeneas/ John Blow: Venus and Adonis).
(Erarbeiten eines Programmheftes zu Aufführungen der Opern in der HMTH)
Lehramt für Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen, Gymnasien

Die Zweite Wiener Schule: Musik zwischen Expressionismus und Konstruktivismus. Gemeinsam mit Prof. Dr. Arnfried Edler
(Exkursion zur Ausstellung „Die Lebensreform“ – Mathildenhöhe Darmstadt)
Hauptstudium Schulmusik und Magister/Aufbaustdg.

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SS 2001

Einführung in die Editionskunde – Dialoge mit der Praxis
(Dialoge mit Prof. Lajos Rovatkay, Prof. Zvi Meniker und Bernward Lohr, Cembalisten/Alte Musik)
Musikwissenschaft: Magister und Aufbaustudiengang, Schulmusik: Hauptstudium

Zwischen Kammer und Öffentlichkeit – das Madrigal als zentrale Gattung
in Italien und Europa
Grundstudium Schulmusik und Magister Musikwissenschaft

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WS 2000/2001

Mozart – ein bewegtes Komponistenporträt.
Wege zu Biographie und Werk über Film, Text und Musik.
(Begl. moderierter Filmreihe in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Kino Hannover)
Einführung in die Musikwissenschaft mit thematischem Schwerpunkt
für 1.-4. Semester Schulmusik.

Die Darmstädter Ferienkurse – Zentrum der Neuen Musik ab 1946
(hochschulöffentliche Abschlussdiskussion: „Neue Musik woher, wozu, wohin?“ gemeinsam mit Prof. Andreas Boettger, Prof. Walter Nußbaum und Prof. Martin Messmer)
Schulmusik 5.-8. Semester, Musikwissenschaft: Magister: Hauptstudium und Aufbaustudiengang.

 

Zuletzt bearbeitet: 19.12.2016

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