Herrenhausen Matinée

Herrenhausen Matinée
Sonntag, 26. September 2021, 11.00 Uhr
Xplanatorium, Schloss Herrenhausen, Hannover

Eva ist mit der Apfelernte beschäftigt – aber was macht eigentlich Adam? Seit Urzeiten sind es meist Frauen, die sich um Gärten kümmern: Beete anlegen, pflanzen und säen und ihn so zu einem "Paradeiso" (griechisch für „der kultivierte Garten“) werden lassen. Und doch war dieses scheinbare Paradies für Frauen jahrhundertelang ein Ort mit Beschränkungen, dem sie selten entkamen. Nur wenige hatten Macht, Geld und Muße, wie die Lyrikerin Sappho, die beim Schlendern im Garten dichtete. Lediglich eine Handvoll wurde so einflussreich wie Hildegard von Bingen. Bis heute sind es zumeist Männer, die mit berühmten Gärten in Verbindung gebracht werden: Le Nôtre, Friedrich der Große oder Fürst Pückler. Initiatorinnen prachtvoller Gärten wie Kaiserin Maria Theresia oder Kurfürstin Sophie hingegen bilden eher die historische Ausnahme. Und doch waren es genau diese Pionierinnen, die den Garten im 18. Jahrhundert zu einer intellektuellen Begegnungsstätte von Männern und Frauen machten, zu einem Ort für Theater und Konzerte. Dadurch ermutigt ließen sich immer mehr Künstlerinnen und Schriftstellerinnen durch Gärten inspirieren und die ersten Botanikerinnen der Neuzeit meldeten sich zu Wort. Die Herrenhausen Matinée 2021 zeichnet die faszinierende Geschichte der Frauen in Gärten nach und diskutiert ihr heutiges facettenreiches Wirken als Landschaftsarchitektinnen, Gartenbewahrerinnen und durch Gärten inspirierte Künstlerinnen.

Die Einführung in das Thema, das an die Forschungen zu Orten der Musik anschließt, sowie die Moderation der Podiumsdiskussion übernimmt Susanne Rode-Breymann.

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Zuletzt bearbeitet: 23.06.2021

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