Tanja Eichmann

Komponistinnen und ihre Salonstücke – Musik für die 'Schublade'?

Das Dissertationsthema subsumiert zwei große Topoi: zum einen die 'Salonmusik' als Gattung und zum anderen den 'Musiksalon' im Sinne eines Ortes der musikalischen Praxis. Daraus resultieren mehrere zentrale Forschungsfragen, die sich diesen zwei großen Themenbereichen zuordnen lassen. Die Frage nach der Rezeption der Salonstücke von Komponistinnen im 19. Jahrhundert – ihre jeweilige Positionierung innerhalb des ästhetischen Diskurses und den dafür zu erforschenden Gründen – rückt dabei in den Vordergrund. In Anlehnung an das Thema der Rezeption wird auch der Definition des Begriffs 'Salonmusik' größere Gewichtung beigemessen. Es ist wissenswert, inwieweit die 'Salonmusik' geschlechtlich konnotiert ist – also welche gattungsgeschichtlichen und begrifflichen Veränderungen der 'Salonmusik' sich letztendlich einstellen bzw. welchen reziproken Effekt das Konstrukt 'Weiblichkeit' auf die Gattung 'Salonmusik' ausübt. Die Frage danach welcher Zyklus eines frisch komponierten Salonstücks sich seit dem Moment des Verlassens der 'Schublade' bis zu seiner anschließenden Wiedereinkehr dorthin und darüber hinaus bis in die heutige Zeit hinein, zurückverfolgen lässt, gehört zu den weiteren Forschungszielen. Die Untersuchung des 'Musiksalons', seine Definition, seine Rolle und Funktion im Hinblick auf die 'komponierenden Frauen' und auch auf die 'Salonmusik' selbst, zählt zum zweiten großen Themenfeld, woraus sich weiterführende Fragestellungen ergeben: welche Wirkung übte der Salon je nach regionalem, sozialem und zeitlichem Bezug auf die Protagonistinnen und auf die 'Salonmusik' aus; inwieweit lässt sich seine emanzipatorische Wirkung konstatieren und sind Einflüsse in beide Richtungen zu beobachten?

Vita

2013–2015 Masterstudiengang Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln

seit 2013 Mitwirkung bei Rhapsody in School

2013 Teilnahme am interdisziplinären Symposium „QuerGänge“ (Berlin)

2013 Master Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Tanz Köln

2012 Masterstipendium

2011 Diplom Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln

2009 Diplom Künstlerische Ausbildung im Hauptfach Klavier an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Pavel Gililov

2005–2006 Stipendium der Christel-Guthörle Stiftung

Publikationen

Tagungsbericht zum „London International Piano Symposium“ (London 2014), veröffentlicht auf der Seite der „Gesellschaft für Musikforschung“

 

Zuletzt bearbeitet: 04.07.2017

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